Reselling

Als Reseller geht es im Grunde darum, Produkte günstig einzukaufen und zu einem höheren Preis zu verkaufen. Die Differenz ist der Gewinn. Das Grundprinzip ist jedoch sehr einfach und in wenigen Worten erklärt, jedoch sehr kompliziert in der Umsetzung, da es viele unterschiedliche Faktoren gibt.

In diesem Beitrag geht es um alle Tipps und Tricks im Bereich Reselling.

Welche Vorraussetzungen gibt es für das Reselling?

Es ist von Vorteil, wenn du volljährig bist, um selbstständig Kaufverträge abzuschließen oder ein Gewerbe anzumelden. Als Wiederverkäufer ist ein Gewerbeschein notwendig, da hier Produkte mit dem alleinigen Ziel gekauft werden, sie mit Gewinn wieder zu verkaufen.

Dies ist eine kommerzielle Tätigkeit, daher ist sie anzeigepflichtig. In diesem Zusammenhang bestehen auch steuerliche Verpflichtungen, die in der Regel mit einem Steuerberater besprochen werden sollten. Die Gewinne müssen natürlich versteuert werden.

Wie hoch sollte das Startkapital sein?

Je mehr Kapital zur Verfügung steht, desto besser. Der Wiederverkauf ist ein kapitalintensives Geschäftsmodell, und der Schlüssel ist Liquidität. Mindestens genauso wichtig ist es, von Anfang an Reserven aufzubauen, da hier die Planung nicht immer gewährleistet werden kann. Wer noch unsicher ist, kann 1.000 Euro Startkapital ansetzen.

Welche Produkte soll ich kaufen und verkaufen?

Hier beginnt die erste große Entscheidung, die auch über den Erfolg entscheidet. Die Auswahl der Produktkategorie oder Produktnische. Zunächst einmal ist es wichtig, sich für das Gebiet zu interessieren. Aufgrund des bereits bestehenden Interesses ist es einfacher, Wissen über die Nische zu sammeln, um ein Experte darin zu werden.

Es reicht nicht mehr aus, nur zu wissen, welche Preise am Markt erzielt werden können, um in einem Bereich erfolgreich zu sein. Wichtig ist auch, sich auf einen Bereich festzulegen.

Das Zielgebiet sollte auch genügend Möglichkeiten bieten, um als Wiederverkäufer zu wachsen. Es gibt Produktnischen, die so klein sind, dass ein sechsstelliger Umsatz unwahrscheinlich ist. Ein guter Indikator dafür, dass ein Gebiet besonders lukrativ ist, wenn sich viele Händler darin befinden.

Die häufigsten Fehler beim Reselling

Fehler gehören zum Erfolg, aber es ist wichtig, aus den Fehlern anderer zu lernen. Daher eine Liste der häufigsten Fehler, die beim Wiederverkauf auftreten können:

Der wahrscheinlich häufigste Fehler ist das Versenden von Artikeln ohne Sendungsverfolgung, um Versandkosten zu sparen. Hier besteht die Gefahr, dass der Käufer beispielsweise über eBay oder PayPal angeben kann, dass der Artikel nie angekommen ist.

In fast allen Fällen wird dem Käufer der volle Betrag zurückerstattet. Der Verkäufer bleibt auf den Schaden sitzen, da die Ware, das verdiente Geld und die Versandkosten ausbleiben. Denn ohne die Sendungsverfolgung kann der Verkäufer nicht nachweisen, dass der Artikel tatsächlich versendet wurde.

Ein weiterer Fehler besteht darin, Artikel mittels einer 1€-Autkion über ebay.de anzubieten. Selbstverständlich ist es hervorragende Werbung für den eigenen Shop, da über die Autkion auch viele Besucher und Kunden angezogen werden, jedoch enden die Auktionen in der Regel unter den normalen Verkaufspreisen, dahingehend ist keine gute Verkaufsstrategie die Produkte über Autkionen zu verkaufen.

Auktionen eignen sich hervorragend für Artikel, die sich anderweitig überhaupt nicht verkauft haben oder die noch nie auf de Plattform angeboten wurden und daher keine Referenzpreise existieren.

Beim Ankauf darauf achten, dass die Produkte auch wirklich günstiger sind. Es gibt genügend Produkte, die niemals zum angegebenen UVP verkauft werden.

Beim stöbern neuer Artikel für den eigenen Shop, kann es passieren, dass man einen Artikel findet, welcher für 50% des UVP’s angeboten wird, aber in Wahrheit -50% bereits als üblicher Marktpreis etabliert ist und somit überhaupt kein Angebot. Hier kann es Sinn machen zu schauen, welche Artikel tatsächlich beispielsweise auf ebay.de verkauft wurden.